Archive for the 'theater' Category

spielweise

Friday, July 29th, 2011

Das Feuerwerk im Kopf. Emotionen und Musik. Die kleinen Männchen in ihren lustigen bunten Mänteln. Gerade aus Spanien waren sie gekommen. Viel zu große Schuhe. Keine Ahnung, was die sich gedacht hatten. La Boheme sagte er ihnen noch zum Abschied. Doch sie hatten nur gelacht. Ihn ausgelacht den armen alten Mann dort hinter seinem schweren [...]

impro

Friday, July 15th, 2011

lange war es her, dass man da vorn auf der buehne stand. dass man das geraeusch im zuschauerraum vernahm. dass man dem applaus entgegengefiebert hat. man schaut in die gesichter der anderen, sieht die anspannung, die vorfreude, das lachen, das lampenfieber. gemeinsames scherzen, mut machen. der saal fuellt sich langsam und da ist wieder dieses [...]

marathon

Thursday, June 1st, 2006

Spielen. Die sonstigen Gedanken einmal abschalten und sich einfach fallen lassen. Den großen Schalter im Kopf umlegen und einfach das machen, was einem gefällt. Mut zum Scheitern. Ein ganzes Wochenende lang. Improvisation. Man fühlte sich wieder an die langen Proben-Wochenenden erinnert. Die Premiere der Inszenierung, die man so lange vorbereitet hatte rückte immer näher, und [...]

sommergäste2 – notizen

Wednesday, March 8th, 2006

Und sie bekommen es nicht mit, dass sie da über sich selbst lachen. Sie nehmen diesen übergroßen Spiegel, der ihnen da vorgehalten wird einfach nicht war. “Jeder von uns saugt doch ein kleines bisschen Glück in sich auf. Und wer sind wir denn, dass wir, die wir schon unseren Müll vor die Tür stellen, jeden [...]

Die Leiden des jungen Werthers

Sunday, February 26th, 2006

In der Psychologie spricht man angeblich vom “Werther-Effekt”, während kurz nach Erscheinen des Briefromans von Goethe im Jahre 1774 – Goethe war gerade 25 Jahre alt – eine ganze Generation sich in Werthers Schicksal wieder erkennen zu glaubte: Nachdichtungen, Opern, Parodien, selbst die gleichen Klamotten soll man getragen haben. Das ist alles weit über 200 [...]

Sommergäste – oder ein Theaterbesuch

Sunday, February 5th, 2006

Der Leerlauf der Konventionen und Gewohnheiten ist spürbar. Man ist Gast, trifft seinesgleichen, guckt sich das an, was da so abgeht. Führt die ewig gleichen Gespräche. Ist gelangweilt, bewahrt trotzdem Haltung. Freut sich auf die Pausen. Und auf das Ende. Ganz besonders das Ende. Beklatscht das, an das man sich schon gar nicht mehr erinnern [...]

s-bahn diven

Wednesday, January 25th, 2006

Gemütliches Plätzchen in der S-Bahn. Der Kälte entflohen. Doch gegenüber sitzt ein Penner. Und drei Diven in spe. Augen- und ohrenscheinlich Schülerinnen einer Musical- oder Stage-School ganz in der Nähe. Lautstarke Auslassungen in den höchsten Frequenzen über die Mitschülerinnen. Und wie schlecht doch die anderen sind. Und wie unpassend besetzt. Und wie eingebildet die eine [...]

spielpause

Wednesday, January 25th, 2006

Seltsames Gefühl das. Das „Draußen“ vermittelt einem „sei deprimiert“- und man ist es auch irgendwie. Das Hirn ist sowieso schon tiefgefroren, die Stunden im Büro werden nur überlebt, weil man sich am Computerlüfter wärmt, während man abends in dicke Decken gehüllt auf dem Sofa dahinsiecht. Aber irgendeine Windung da oben zeigt dem ganzen Schauspiel den [...]

französischer schwulenfilm

Thursday, November 24th, 2005

Kreativität ist was wunderbares, etwas herrliches. Es befreit, inspiriert. Kreative Zuschauer sind noch viel, viel besser. Sie haben so etwas anspornendes und herausforderndes. Äußerst kreative Zuschauer sind hingegen die, die ein “französischer Schwulenfilm” in die Stille nach der Bitte um das Zurufen eines Genres in die Runde werfen. Da muss man sie dann spielen, die [...]

spielerischer wahnsinn

Thursday, November 17th, 2005

Der Atem dampft vor dem Gesicht. Der Bahnsteig schwankt unter den Füßen. Die Luft ist kalt. Man spürt den Schmerz auf den heißen Ohren. Der Kopf ist voll von wirren Gefühlen. Die Gedanken versuchen sich gegenseitig in ihrer Absurdheit zu überbieten. Man steht da, nimmt das Schwanken des Bahnsteigs mit Verwunderung und gleichzeitigem Entzücken wahr. [...]

improvisierte improvisation

Thursday, October 27th, 2005

Impro – äh – visa – äh – dings. Also, was ist das eigentlich? Klar, sagen viele, das ist das hier mit der Cordula. Das da im Fernsehen. Das witzige da. Manch einer wirft noch “Dittsche” hinterher. Nun, das scheint alles richtig. Irgendwie. Es ist alles irgendwie Improvisation. Das eine mehr, das andere weniger. Nun [...]

kopftheater

Monday, October 24th, 2005

Da oben wird gerade Hamlet gegeben. Die Norweger ziehen gegen Polen, Hamlet kaspert mit Polonius rum, Ophelia labert Blödsinn, und der Alte schaut sich das aus dem Jenseits an und schüttelt mit dem Kopf. Etwas ist faul im Oberstübchen. Die Erkältung in Gestalt von Fortinbras reibt sich die Hände. Der Schädel fühlt sich irgendwie an, [...]

vorschnell

Thursday, October 20th, 2005

Berühmte letzte Worte des frischgebackenen Schauspielschülers zum Spielleiter: “Das sehe ich anders!”

spielträume

Tuesday, October 18th, 2005

der mann, der weinend und aufgeregt das taschentuch am fenster der s-bahn schwenkt. der pfeiffer, der der großstadt enflieht. das paar, welches sich auf dem bahnsteig streitet. der betrunkene, der allein auf dem barhocker in der schäbigen kneipe sitzt. das freche mädchen, welches bockig vor den eltern auf der straße steht. das verschmitzte lächeln im [...]

cave meets theater

Wednesday, October 12th, 2005

“My name is Loretta but I prefer it Lottie I’m closing in on my fifteenth year If you think you have seen a pair of eyes more green Then you sure haven’t see them around here” “Meine Haare sind nicht braun und meine Augen sind nicht grün! Es ist genau anders herum!”

theaterweisheiten

Friday, October 7th, 2005

“Wenn es dunkel ist, kann man manchmal nichts sehen.” “Das sind auch Wahrheiten.”

die frau vom meer

Sunday, September 25th, 2005

Der Einstand von Friedrich Schirmer, dem neuen Intendant am Hamburger Schauspielhaus, fällt sehr maritim aus. Nicht nur durch das neu gewählte Logo, den Delphin, sondern auch durch das erste große Stück im Haus. Henrik Ibsens »Die Frau vom Meer« erzählt in der Inszenierung von Jacqueline Kornmüller von Gewohnheit, den Träumen nach der weiten Welt, dem [...]

politikgeräusch

Friday, September 23rd, 2005

Der Worte sind genug gewechselt, Laßt mich auch endlich Taten sehn. Indes ihr Komplimente drechselt, Kann etwas Nützliches geschehn. Faust, Goethe

bloggerdings

Friday, September 23rd, 2005

ein Mann, der etwas auf sich halte, habe sich stets zu beherrschen, wenn ihn das Jucken ankomme, etwas zu schreiben; er habe den großen Drang im Zaum zu halten, solcherlei Zeitvertreib an die Öffentlichkeit zu bringen; durch den Eifer, seine Werke zu zeigen, laufe man Gefahr, klägliche Rollen zu spielen. aus “Le Misanthrope” von Molière

faust verirrt

Tuesday, September 20th, 2005

“Da bin ich Arschloch, da darf ich’s sein!”


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