<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>m a v &#187; episches</title>
	<atom:link href="http://mav.mbecker.net/category/episches/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>http://mav.mbecker.net</link>
	<description>live from the waterkant</description>
	<lastBuildDate>Sat, 04 Feb 2012 06:44:41 +0000</lastBuildDate>
	<language>en</language>
	<sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency>
	<generator>http://wordpress.org/?v=3.3.1</generator>
		<item>
		<title>kompott</title>
		<link>http://mav.mbecker.net/2008/03/05/kompott/</link>
		<comments>http://mav.mbecker.net/2008/03/05/kompott/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 05 Mar 2008 19:55:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>mav</dc:creator>
				<category><![CDATA[episches]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://mav.mbecker.net/2008/03/05/kompott/</guid>
		<description><![CDATA[Morgen abend koche ich Preiselbeeren ein. Das muss doch auch mal aufh&#246;ren, dieses Gelaber st&#228;ndig. Ich nehme dann einfach einen Pinsel und ritsch, ratsch, fertig. Oben waren sie auch schon den ganzen Tag am Fluchen: Ich will nicht, ich will nicht. Was f&#252;r ein Geseier. Aber ich habe ja Geduld. Ich nehme mir ein warmes [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Morgen abend koche ich Preiselbeeren ein. Das muss doch auch mal aufh&#246;ren, dieses Gelaber st&#228;ndig. Ich nehme dann einfach einen Pinsel und ritsch, ratsch, fertig. Oben waren sie auch schon den ganzen Tag am Fluchen: Ich will nicht, ich will nicht. Was f&#252;r ein Geseier. Aber ich habe ja Geduld. Ich nehme mir ein warmes Bier und schau raus. Wird immer w&#228;rmer. Also draussen. Ganz kleinlaut war der Gartenzwerg, als ich ihn fragte, wohin er dieses Jahr in den Urlaub f&#228;hrt. W&#252;sste er noch nicht. Dabei habe ich ihn gestern noch erwischt, wie er im AAA-Magazin bl&#228;tterte. Ganz hinten kann man jetzt schon sehen, wie das alles mal aussehen wird. Nicht so gross und wuchtig wie man immer gedacht hat. Nein! Im Gegenteil. Da f&#228;llt mir ein, dass die Gl&#228;ser noch gar nicht sauber sind. Man hat so viel zu tun heute. Einfach zu viel! Da muss ich jetzt doch noch mal raus und Besteck kaufen. Der Gartenzwerg blinzelt mich so komisch an. Ob der was weiss? Naja, bald ist ja Schluss mit dem ganzen Unsinn. Freu mich schon drauf. Und morgen abend koche ich Preiselbeeren ein.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://mav.mbecker.net/2008/03/05/kompott/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>plastikt&#252;tenbaguette</title>
		<link>http://mav.mbecker.net/2007/06/01/plastikttenbaguette/</link>
		<comments>http://mav.mbecker.net/2007/06/01/plastikttenbaguette/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 01 Jun 2007 22:17:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>mav</dc:creator>
				<category><![CDATA[episches]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://mav.mbecker.net/2007/06/01/plastikttenbaguette/</guid>
		<description><![CDATA[Als der Typ da so am Baguettestand stand und merkte, dass das, was er gekauft hatte gar nicht in seine T&#252;te passte, rief ihm ein alter Kollege aus der hinteren Ecke zu, er solle doch einfach zwei davon kaufen und dann halbieren. Passte. Und ausserdem hatte er jetzt ein Baguette mehr &#8211; und das ohne [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als der Typ da so am Baguettestand stand und merkte, dass das, was er gekauft hatte gar nicht in seine T&uuml;te passte, rief ihm ein alter Kollege aus der hinteren Ecke zu, er solle doch einfach zwei davon kaufen und dann halbieren. Passte. Und ausserdem hatte er jetzt ein Baguette mehr &#8211; und das ohne Bezahlung. Beim Umdrehen, um sich auf den Weg zur Strassenbahn zu machen, verhakte die neue Brille. So war es ganz sch&ouml;n schwierig, den Blick f&uuml;r das Wesentliche dieser Welt zu behalten. Es war doch so schon schwierig, die ganzen unverst&auml;ndlichen Haltestellennamen auseinander zu halten. Und dann auch noch das: Der Schienenweg war versperrt durch eine rot-weisse Kette. Wie ein Gummi dehnte sie sich, als sich die Bahn dagegen stemmte, um dann pl&ouml;tzlich einfach abzubiegen und den gr&uuml;nen H&uuml;gel hinunter zu rasen. Das war ihm alles nichts. Allein mit Baguette und Plastikt&uuml;te machte er sich auf den Weg nach Hause. Er wollte doch nur essen, wollte doch nur allein sein. Das Geschehen rings um ihn war ihm v&ouml;llig egal. All die Perfektionisten, die ihn &uuml;berholten und doch nicht voran kamen. Egal. Inzwischen sass die Brille wieder. Er sah. Doch verstehen tat er es noch immer nicht. </p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://mav.mbecker.net/2007/06/01/plastikttenbaguette/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>1</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>montagsverwirrung</title>
		<link>http://mav.mbecker.net/2006/08/15/montagsverwirrung/</link>
		<comments>http://mav.mbecker.net/2006/08/15/montagsverwirrung/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 15 Aug 2006 09:33:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>mav</dc:creator>
				<category><![CDATA[episches]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://mav.mbecker.net/1970/01/01/montagsverwirrung/</guid>
		<description><![CDATA[links und rechts im kreis waren kleine vertiefungen, die es &#252;berhaupt nicht n&#246;tig hatten sich auch irgendwie zu bewegen. lediglich das kleine rumpelstilzchen, welches schon am freitag zuvor v&#246;llig irr von einem bein auf das andere h&#252;pfte, den boden vollsabberte und l&#228;cherliche ger&#228;usche von sich gab, wollte nicht aufh&#246;ren an den f&#246;rmchen zu ziehen, die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>links und rechts im kreis waren kleine vertiefungen, die es &#252;berhaupt nicht n&#246;tig hatten sich auch irgendwie zu bewegen. lediglich das kleine rumpelstilzchen, welches schon am freitag zuvor v&#246;llig irr von einem bein auf das andere h&#252;pfte, den boden vollsabberte und l&#228;cherliche ger&#228;usche von sich gab, wollte nicht aufh&#246;ren an den f&#246;rmchen zu ziehen, die ihm doch nun gar nicht mehr geh&#246;rten. ganz erb&#228;rmlich lukte das gl&#252;ck um die ecke, den mantelkragen hochgeschlagen. gern w&#228;re es geblieben, doch dieser tanz mochte ihm &#252;berhaupt nicht behagen. ganz oben am ende des langen pfahls, trohnte die ohnmacht und schaute auf das schauspiel zu ihren f&#252;&#223;en. ganz leise und dumpf h&#246;rte man aus der ferne die hoffnung. bald. bestimmt.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://mav.mbecker.net/2006/08/15/montagsverwirrung/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>hochzeitskaffee</title>
		<link>http://mav.mbecker.net/2006/04/29/hochzeitskaffee/</link>
		<comments>http://mav.mbecker.net/2006/04/29/hochzeitskaffee/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 29 Apr 2006 07:15:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>mav</dc:creator>
				<category><![CDATA[episches]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://mav.mbecker.net/2006/04/29/hochzeitskaffee/</guid>
		<description><![CDATA[Kaffeeduft erf&#252;llt den dunklen, kleinen Raum. Der Tisch war bereits gedeckt. 150 Jahre alt sollte das Porzellan sein, so wurde aus dem Hintergrund gerufen. Zucker wurde reichlich gereicht. Es war ja schliesslich auch Hochzeit. Zumindest sollte dies der Anlass sein. Aber irgendwas verhinderte, dass sie stattfinden konnte. Etliche Runden sind wir vorher schon im Flugzeug [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Kaffeeduft erf&uuml;llt den dunklen, kleinen Raum. Der Tisch war bereits gedeckt. 150 Jahre alt sollte das Porzellan sein, so wurde aus dem Hintergrund gerufen. Zucker wurde reichlich gereicht. Es war ja schliesslich auch Hochzeit. Zumindest sollte dies der Anlass sein. Aber irgendwas verhinderte, dass sie stattfinden konnte. Etliche Runden sind wir vorher schon im Flugzeug &uuml;ber dem kleinen Ort gekreist, immer vorbei an der alten Schule, die so viele Geschichten barg, durch Br&uuml;cken hindurch, auf der Suche nach einem Platz zum Landen. Schwerf&auml;llig legte sich die Maschine dabei in die Kurven, und ihr Lack gl&auml;nzte im Schein der untergehenden Sonne.</p>
<p>Da stand er nun also auf dem Tisch, der dampfende Kaffee &#8211; mit so viel Zucker. Das Porzellan, welches trotz seines Alters das erste Mal genutzt wird, funkelte im sp&auml;rlichen Licht, welches die Kerzen warfen. Alle die am Tisch sa&szlig;en, kamen mir so unglaublich vertraut vor, als w&uuml;rden wir schon ewig hier sitzen, als w&uuml;rden wir schon immer Zucker im Kaffee verr&uuml;hren und uns &uuml;ber das Porzellan unterhalten. </p>
<p>Das kleine Hotel, in dem das alles stattfinden sollte, schien gut ausgesucht. So viel Zeit hatte ich hier schon verbracht, so viel G&auml;nge und R&auml;ume bereits erkundet. Und doch war es meist irgendwie unheimlich. Die Br&ouml;tchen, die wir das letzte mal nicht schafften lagen noch immer irgendwo versteckt. Auch der alte Duschvorhang, der mir meist die Sicht auf die Dinge nahm, hing noch immer an der alten Stelle. </p>
<p>Irgendwann wurde mir das letzte St&uuml;ck Zucker angeboten. Ich traute mich noch immer nicht, das alte Porzellan anzufassen. Der Kaffee war inzwischen ausgetrunken, als es langsam noch dunkler in dem kleinen Zimmer wurde. Aus der Ferne h&ouml;rte ich Kinderlachen, sp&uuml;rte die Ersch&uuml;tterungen, als das Flugzeug noch immer seine Kreise &uuml;ber dem kleinen Hotel flog. Ich schloss die Augen, atmete tief ein. Es roch nach Kaffee &#8211; und wohl auch nach den Br&ouml;tchen, die noch irgendwo versteckt waren. Dann schlief ich ein.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://mav.mbecker.net/2006/04/29/hochzeitskaffee/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>traumkorken</title>
		<link>http://mav.mbecker.net/2006/04/06/traumkorken/</link>
		<comments>http://mav.mbecker.net/2006/04/06/traumkorken/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 06 Apr 2006 13:10:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>mav</dc:creator>
				<category><![CDATA[episches]]></category>
		<category><![CDATA[nachgedacht]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://mav.mbecker.net/2006/04/06/traumkorken/</guid>
		<description><![CDATA[Ganz behutsam trugen wir die kleinen F&#228;sschen mit den Korken hin zu dem Wagen im Hinterhof. Fein s&#228;uberlich waren dort all die anderen Korken aufgestapelt. Man musste schon aufpassen, wenn man die kleinen F&#228;sser umdrehte, um die Korken sauber auf der Pritsche des LKW zu platzieren. Es war eine unglaubliche Friemelarbeit, aber es machte einen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ganz behutsam trugen wir die kleinen F&#228;sschen mit den Korken hin zu dem Wagen im Hinterhof. Fein s&#228;uberlich waren dort all die anderen Korken aufgestapelt. Man musste schon aufpassen, wenn man die kleinen F&#228;sser umdrehte, um die Korken sauber auf der Pritsche des LKW zu platzieren. Es war eine unglaubliche Friemelarbeit, aber es machte einen doch stolz. Dummerweise wurden wir die ganze Zeit mit Steinen und Dreck von der anderen Seite beworfen. Das konnte doch einfach nicht sein, dass diese G&#246;ren uns hier verh&#246;hnen und uns den Erfolg nicht g&#246;nnen. Wie gern h&#228;tten wir irgendetwas zur&#252;ck geschmissen. Leider hatten die beiden wie eine Art Schild in der Hand, mit der sie jegliche Attacke abwehren konnten. Uns blieb also nichts anderes &#252;brig, als weiter an den Korken zu arbeiten, und den schweren Steinen, die rings um uns auf den Boden prasselten, auszuweichen. Mir war zu diesem Zeitpunkt schon lange nicht mehr bewusst, wie wir &#252;berhaupt da hinein geraten waren. Irgendeine Hintert&#252;r, die uns unverschlossen eingeladen hatte, musste schuld sein.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://mav.mbecker.net/2006/04/06/traumkorken/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>moraltraum</title>
		<link>http://mav.mbecker.net/2006/02/04/moraltraum/</link>
		<comments>http://mav.mbecker.net/2006/02/04/moraltraum/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 04 Feb 2006 09:09:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>mav</dc:creator>
				<category><![CDATA[episches]]></category>
		<category><![CDATA[nachgedacht]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://mav.mbecker.net/2006/02/04/moraltraum/</guid>
		<description><![CDATA[Er war damals schon so ausfallend geworden, hatte wild um sich gebr&#252;llt, mit dem Finger auf andere gezeigt und war bereit, alles zu vernichten, was er nicht verstand oder verstehen wollte. Doch dieses Mal ging er eindeutig zu weit. Er stand da mit ausgebreiteten Armen, mit seiner ganzen massigen Figur. Mitten im Eingang zu der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Er war damals schon so ausfallend geworden, hatte wild um sich gebr&#252;llt, mit dem Finger auf andere gezeigt und war bereit, alles zu vernichten, was er nicht verstand oder verstehen wollte. Doch dieses Mal ging er eindeutig zu weit. Er stand da mit ausgebreiteten Armen, mit seiner ganzen massigen Figur. Mitten im Eingang zu der kleinen Wohnung, die sich die beiden vor kurzem erst gemietet hatten. Ein Zufluchtsort f&#252;r beide sollte es sein. Er schrie sie an, rollte mit seinem Gewicht auf sie zu, schien sie in jedem Augenblick zu erdr&#252;cken. Eine kleine Stimme begann pl&#246;tzlich gegen diesen Irrsinn anzuk&#228;mpfen, versuchte, den Berg Ungerechtigkeit aufzuhalten. Und da war er wieder, der Finger. Drohend zeigte er in Richtung des Stimmchens. Ich zerst&#246;re dich, wollte er sagen. Er kam nicht dazu. Hell, klar und laut vernahm man jetzt aus der Ecke die Vernunft. Sie &#252;berw&#228;ltigte Finger und Berg. Zwang beide in die Knie. Er musste einsehen, dass seine Methoden &#252;berholt waren. Er musste zugestehen, dass seine Massen keine Argumente mehr waren. Er musste hinnehmen, dass er einfach nur hier bleiben w&#252;rde. Mit der Vernunft.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://mav.mbecker.net/2006/02/04/moraltraum/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>winterm&#228;rchen</title>
		<link>http://mav.mbecker.net/2006/01/17/wintermarchen/</link>
		<comments>http://mav.mbecker.net/2006/01/17/wintermarchen/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 17 Jan 2006 11:32:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>mav</dc:creator>
				<category><![CDATA[episches]]></category>
		<category><![CDATA[nachgedacht]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://mav.mbecker.net/2006/01/17/wintermarchen/</guid>
		<description><![CDATA[Ganz leise steht er vor dem gro&#223;en, leeren Nichts, welches von ihm absolut nichts mehr wissen will und still und heimlich schon die Koffer gepackt hat. Die Musik, die er gestern noch geh&#246;rt hatte, lag wie ein kalter Schauer irgendwo in einer Ecke und r&#246;chelte nur noch leicht vor sich hin. Die K&#228;lte drau&#223;en, die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ganz leise steht er vor dem gro&#223;en, leeren Nichts, welches von ihm absolut nichts mehr wissen will und still und heimlich schon die Koffer gepackt hat. Die Musik, die er gestern noch geh&#246;rt hatte, lag wie ein kalter Schauer irgendwo in einer Ecke und r&#246;chelte nur noch leicht vor sich hin. Die K&#228;lte drau&#223;en, die sich gerade selbst entdeckt hatte, bibbert und sieht j&#228;mmerlich aus, so ohne Schal und Mantel. Der gro&#223;e Vorhang ist gefallen. Das Licht gel&#246;scht und die Bretter, die die Welt bedeuten fl&#252;stern nur noch leise &#252;ber das Erlebte, das Einmalige. Ganz leise leuchtet eine kleine Kerze in einer Ecke und h&#228;lt Zwiesprache mit der Hoffnung, die sich gerade am Kaminfeuer w&#228;rmt. Das Paradies muss irgendwo sein. Die Dunkelheit steht drau&#223;en und lacht alle aus, die durch sie hindurch huschen. Eine kleine Gruppe von Tr&#228;umen schleicht von einer Hausecke zur n&#228;chsten auf der Suche nach dem Fr&#252;hling. Irgendwann treffen sie sich alle am Kamin und reden mit dem Vorhang und den Brettern &#252;ber die gro&#223;en Pl&#228;ne und das Licht. Und die Kerze in der Ecke ruft noch: Vergesst die Liebe nicht, vergesst sie nicht. Und die Musik. Nein, nat&#252;rlich nicht.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://mav.mbecker.net/2006/01/17/wintermarchen/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>kampftr&#228;ume</title>
		<link>http://mav.mbecker.net/2005/11/20/kampftrume/</link>
		<comments>http://mav.mbecker.net/2005/11/20/kampftrume/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 20 Nov 2005 20:35:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>mav</dc:creator>
				<category><![CDATA[episches]]></category>
		<category><![CDATA[nachgedacht]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://mav.mbecker.net/?p=211</guid>
		<description><![CDATA[Kleine rote und blaue Plastiksoldaten auf dem Schlachtfeld der Nacht marschieren in Reih und Glied neben riesigen braunen Unget&#252;men, die man mit dem kleinen schlafenden Verstand nicht fassen kann. Aus allen Himmelsrichtungen schweben die Erfahrungen der vergangenen Jahre in schnellen Helikoptern heran, um sich in das wilde Get&#246;se im dunklen Tal des Schlummers zu st&#252;rzen. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Kleine rote und blaue Plastiksoldaten auf dem Schlachtfeld der Nacht marschieren in Reih und Glied neben riesigen braunen Unget&uuml;men, die man mit dem kleinen schlafenden Verstand nicht fassen kann. Aus allen Himmelsrichtungen schweben die Erfahrungen der vergangenen Jahre in schnellen Helikoptern heran, um sich in das wilde Get&ouml;se im dunklen Tal des Schlummers zu st&uuml;rzen. Am Horizont blitzt dumpf das Licht der Explosionen der vergangenen Tage auf, um kurze Zeit sp&auml;ter vom Staub der Nichtigkeit verschluckt zu werden. Zwei kleine Plastikfiguren ganz vorne im Geschehen scheinen v&ouml;llig unbeteiligt und abgewandt von der H&auml;sslichkeit des schrecklichen Gelabers um sie herum. Das wilde Geflecht aus schmalzigen Worten wird hier und da von widerw&auml;rtigen Detonationen aus Unf&auml;higkeit unterbrochen. Das Rot und Blau verschwimmt langsam zu etwas Undefinierbarem zwischen dem ganzen Chaos. Die stinkende Br&uuml;he breitet sich im gesamten Raum aus. Es wird langsam Zeit, das Licht wieder anzuknipsen, damit man wieder frei lieben kann. Guten Morgen.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://mav.mbecker.net/2005/11/20/kampftrume/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>fernsehtr&#228;ume</title>
		<link>http://mav.mbecker.net/2005/11/12/fernsehtrume/</link>
		<comments>http://mav.mbecker.net/2005/11/12/fernsehtrume/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 12 Nov 2005 19:00:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>mav</dc:creator>
				<category><![CDATA[episches]]></category>
		<category><![CDATA[nachgedacht]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://mav.mbecker.net/?p=208</guid>
		<description><![CDATA[gierig st&#252;rzt sich die meute auf das zappelnde etwas, welches da ganz oben an dem winzigen ausgang der grotte um sein leben schwimmt. das wasser scheint durch die schnellen bewegungen der vielen tiere zu kochen. die &#246;ffnung ist aus der sicht verschwunden. das fernsehen unterbricht kurz, um zu melden, dass man in einem der tiere [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>gierig st&uuml;rzt sich die meute auf das zappelnde etwas, welches da ganz oben an dem winzigen ausgang der grotte um sein leben schwimmt. das wasser scheint durch die schnellen bewegungen der vielen tiere zu kochen. die &ouml;ffnung ist aus der sicht verschwunden. das fernsehen unterbricht kurz, um zu melden, dass man in einem der tiere noch essensreste gefunden hat. das nach tausenden von jahren. unheimlich mutet dieser gedanken an, dass kleopatra selbst in dieser h&ouml;hle da oben sa&szlig;, neben all den krokodilen. aus der ferne h&ouml;rt man ganz leicht das quicken eines nilpferds, der sprecher murmelt irgendetwas vor sich hin. das brodelnde wasser ist inzwischen wieder ganz still geworden. die kleine gestalt, die dort noch eben zu sehen war, ist verschwunden. der atem wird langsamer, die bilder vor den augen monochromer, die augen schwerer. irgendjemand preist hochlandkaffee an, nat&uuml;rlich nur die ausgew&auml;hlten sorten. man vernimmt noch leise, dass die w&auml;sche so nat&uuml;rlich viel wei&szlig;er und reiner wird, als man ganz sanft und weich davon schwebt. hin zu kleopatra und dieser geheimnisvollen grotte. zur&uuml;ck in die zeit, als dieses seltsame vieh noch gelebt hat. traumhaft.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://mav.mbecker.net/2005/11/12/fernsehtrume/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>albtr&#228;ume</title>
		<link>http://mav.mbecker.net/2005/10/15/albtrume/</link>
		<comments>http://mav.mbecker.net/2005/10/15/albtrume/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 15 Oct 2005 10:05:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>mav</dc:creator>
				<category><![CDATA[episches]]></category>
		<category><![CDATA[nachgedacht]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://mav.mbecker.net/?p=191</guid>
		<description><![CDATA[Das Schloss stand gro&#223; und drohend in dem Tal, welches wir gerade durchquert hatten. Jeder brabbelte sein eigenes Zeug, hatte seine eigene Vorstellung von den Taten, die seit Jahren geruht hatten, jetzt aber nun endlich zum Leben erweckt werden sollten. Kein Laut war von dort dr&#252;ben zu h&#246;ren, von dem Platz, von dem sie noch [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Das Schloss stand gro&szlig; und drohend in dem Tal, welches wir gerade durchquert hatten. Jeder brabbelte sein eigenes Zeug, hatte seine eigene Vorstellung von den Taten, die seit Jahren geruht hatten, jetzt aber nun endlich zum Leben erweckt werden sollten. Kein Laut war von dort dr&uuml;ben zu h&ouml;ren, von dem Platz, von dem sie noch bis eben lautstark &uuml;ber den Sinn der Welt referiert hatten. Still war es auch in ihren Gesichtern geworden, als sie sich dem Unheil immer weiter n&auml;herten. Ganz weit oben zog ein Falke seine Kreise und beobachtete mit Argwohn das Geschehen, bereit, jede Sekunde die gro&szlig;e Glocke zu l&auml;uten, um den Vorhang fallen zu lassen. Das kleine Zimmer oben unterm Dach war sch&auml;big und entsprach so genau den Typen, die hier ihre schlechte Seite der Welt pr&auml;sentieren konnten. Zusammengesunken in einer Ecke auf einer Matratze war das Ich, bedroht von der Hinterh&auml;ltigkeit und Arroganz, die aus jedem Winkel mit spitzen Zungen die Seele erfassen wollten. Die Liebe, die sich in der Mitte wand, als w&auml;re es ihre letzte Tat, als w&auml;re dort am Fenster das letzte Licht, was sie erblicken sollte, schien sich mit dem Abschaum dieser Welt zu arrangieren. Wimmernd und mit geschlossenen Augen verharrte der letzte Rest Anstand, bevor auch er in sich zusammenbrach und die B&uuml;hne f&uuml;r ein j&auml;mmerliches Schauspiel frei gab. Die K&ouml;che der Vernunft, die unten im Keller mit all ihrer Kraft arbeiteten, waren einfach nicht schnell genug, den neuen Glanz, der doch auch dort oben erstrahlen sollte, &uuml;berall hinzubringen. Aus den Augenwinkeln betrachtet schien auch der Falke v&ouml;llig machtlos, die Glocke ert&ouml;nte nicht, der Vorhang fiel nicht. Keiner konnte wirklich glauben, was sich dort abspielte. Selbst Mauern, D&auml;cher, ganze H&auml;user schauten ver&auml;chtlich auf das kleine Leben vor ihren F&uuml;&szlig;en. Ganz zusammengesunken lag sie da, die Hoffnung. Niemand hatte eine L&ouml;sung parat, wusste, wie man diese unheimliche Szene beenden k&ouml;nnte. Nur eine Stimme schrie durch all das Chaos: &#8220;Werde vern&uuml;nftig, werde vern&uuml;nftig! Du bist doch mein!&#8221; Die Glocke ert&ouml;nte. Der Vorhang fiel.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://mav.mbecker.net/2005/10/15/albtrume/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>kirschsahneschnittchen</title>
		<link>http://mav.mbecker.net/2005/10/11/kirschsahneschnittchen/</link>
		<comments>http://mav.mbecker.net/2005/10/11/kirschsahneschnittchen/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 11 Oct 2005 07:04:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>mav</dc:creator>
				<category><![CDATA[episches]]></category>
		<category><![CDATA[nachgedacht]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://mav.mbecker.net/?p=182</guid>
		<description><![CDATA[der vater verschwand links um die hausecke, obwohl der tisch noch reichlich gedeckt war. die pastetchen w&#228;rmten sich in der sonne, und die jogging-hose schlabberte um die knie. die lange h&#228;userfront gl&#228;nzte in der sonne und verstrahlte diesen unvergleichlichen charme der siebziger jahre. hier und da konnte man das kichern von kindern h&#246;ren, man sah [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>der vater verschwand links um die hausecke, obwohl der tisch noch reichlich gedeckt war. die pastetchen w&#228;rmten sich in der sonne, und die jogging-hose schlabberte um die knie. die lange h&#228;userfront gl&#228;nzte in der sonne und verstrahlte diesen unvergleichlichen charme der siebziger jahre. hier und da konnte man das kichern von kindern h&#246;ren, man sah alte m&#228;nner in unterhemden, die ihre plastikautos wuschen. alles sollte weg sein, wenn er wieder da w&#228;re, so hatte er gesagt. die garage ganz hinten am stadtrand war viel verlockender, barg sie doch ein geheimnis, welches es so in dieser zeit gar nicht h&#228;tte geben d&#252;rfen. stunde um stunde verging mit dem s&#252;&#223;en ignorieren der aufgaben. obwohl die gewissheit unangenehm nagte, konnte der gedanke an den tisch dort an der hausecke in der sonne mich nicht von dem verbotenen tun abhalten. der lange mantel verdeckte den blick auf die wirklichkeit, verhinderte jegliche einsicht. erst bei der r&#252;ckkehr war da das bewusstsein, einen fehler gemacht zu haben, die einsicht, dass die aufgabe jetzt umso drohender vor einem liegt. w&#228;hrend der vater den r&#252;cken zukehrte, wurde hastigst all das sch&#246;ne auf dem tisch zusammengerafft. all die kostbarkeiten wie weintrauben, pasteten, kuchen. jeder platz musste ausgenutzt werden, war es doch v&#246;llig unklar, wie viel zeit einem noch bleibt. wie lange man noch hat, bis all der schwindel aufliegt, die ungehorsamkeit. der blick fiel auf die h&#228;userwand in der ferne. l&#228;ngst war die sonne verschwunden, das kichern der kinder verstummt. die letzten happen wurden verstaut. doch da: wer hatte verdammt nochmal die f&#252;llung der kirschsahneschnittchen gegessen&#8230;? </p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://mav.mbecker.net/2005/10/11/kirschsahneschnittchen/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>schlummerlied</title>
		<link>http://mav.mbecker.net/2005/10/08/schlummerlied/</link>
		<comments>http://mav.mbecker.net/2005/10/08/schlummerlied/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 08 Oct 2005 09:25:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>mav</dc:creator>
				<category><![CDATA[episches]]></category>
		<category><![CDATA[nachgedacht]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://mav.mbecker.net/?p=180</guid>
		<description><![CDATA[die katze sprang auf das silbrige vordach, welches mit lautem &#228;chzen davon k&#252;ndigte, dass es bald dunkel werden w&#252;rde. das licht am hoch horizont, welches den ganzen tag die merkw&#252;rdigsten gestalten auf der langen gewundenen stra&#223;e begr&#252;&#223;en konnte, streckte sich ein letztes mal, g&#228;hnte, und entschied sich dann daf&#252;r, leise von dieser b&#252;hne abzugehen. hand [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>die katze sprang auf das silbrige vordach, welches mit lautem &auml;chzen davon k&uuml;ndigte, dass es bald dunkel werden w&uuml;rde. das licht am hoch horizont, welches den ganzen tag die merkw&uuml;rdigsten gestalten auf der langen gewundenen stra&szlig;e begr&uuml;&szlig;en konnte, streckte sich ein letztes mal, g&auml;hnte, und entschied sich dann daf&uuml;r, leise von dieser b&uuml;hne abzugehen. hand in hand gingen sie auf dem langen dunklen pfad, der sich rechts von dem liebevoll geschmiedeten, eisernen tor bis ganz hinten in die ungewisse zukunft schl&auml;ngelte. der baum, der sich noch eben sanft im abendwind wiegte, war voller verzweiflung, als er erfuhr, dass die wiese unter ihm dem jazz entsagt hatte. so viele tr&auml;ume waren da noch zu leben, so viele dinge schwirrten durch die &auml;ste. der hausverwalter war schon immer so gramuselig, und in seinen dicken roten socken konnte er sich nie entscheiden, ob er diese welt gut finden sollte, oder ob er abends nicht doch den fernseher anmacht, um deutschland zu sein. viele spr&uuml;che klopften sich drau&szlig;en vor der t&uuml;r gegenseitig auf die schulter und begehrten einlass. keinem von denen war es auch nur ansatzweise gelungen, die grausamkeit der nacht in die k&ouml;pfe der beiden verliebten zu bringen, und sie davon abzuhalten, einfach zu leben, zu sein. die dunkelheit dieser zeit versprach dem morgen, dass sie beide mal auf einen kakao in die bar um die ecke gehen w&uuml;rden, um sich all der dinge zu entledigen, die beiden auf der seele lagen. viel wurde gesprochen, gesagt, verk&uuml;ndet. nichts davon fand den weg in die realit&auml;t, die faul und tr&auml;ge unten am fluss lag und nichts wissen wollte von der welt, von denen die in ihr wohnten. ich werde sie mal ansprechen und wecken. aber nicht heute. gute nacht.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://mav.mbecker.net/2005/10/08/schlummerlied/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>freitagsgedanken</title>
		<link>http://mav.mbecker.net/2005/09/23/freitagsgedanken/</link>
		<comments>http://mav.mbecker.net/2005/09/23/freitagsgedanken/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 23 Sep 2005 15:34:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>mav</dc:creator>
				<category><![CDATA[episches]]></category>
		<category><![CDATA[nachgedacht]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://mav.mbecker.net/2005/09/23/freitagsgedanken/</guid>
		<description><![CDATA[tierische tr&#252;be masse dort hinten auf dem kleinen nachttisch aus edelholz mit liebevoll gearbeiteten stoffintarsien. wamm machte die faust, als sie mit &#252;berirdischer geschwindigkeit auf das klapprige gestell am bahnhof sauste und dabei alles mitnahm, was nicht &#252;ber eins fuffzich kostete. man konnte ja nie wissen, wo man diesen plunder noch verwenden oder verscherbeln kann. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>tierische tr&#252;be masse dort hinten auf dem kleinen nachttisch aus edelholz mit liebevoll gearbeiteten stoffintarsien. wamm machte die faust, als sie mit &#252;berirdischer geschwindigkeit auf das klapprige gestell am bahnhof sauste und dabei alles mitnahm, was nicht &#252;ber eins fuffzich kostete. man konnte ja nie wissen, wo man diesen plunder noch verwenden oder verscherbeln kann. gro&#223; stand sie da, die wand, die nie so recht wu&#223;te, ob sie nun lachen oder weinen soll, dick oder d&#252;nn sein muss. was hatte sie nicht alles unternommen, um bei sch&#246;nstem wetter ihre schokoladen-seite zu pr&#228;sentieren. stattdessen zeigt sie sich betr&#252;bt und beschmutzt von all den schlechten geschichten dieser zeit. langsam ging kurt den weg entlang, blieb oft stehen und vergewisserte sich, dass ihn das gewissen nicht einholen konnte, welches er erst vor kurzem mit lautem wort zu beruhigen versucht hat. schn&#252;ffelnd klebt man an den feuchten klamotten der ersten stunde, sich nicht trauend einfach mal den mund aufzumachen, um all die dinge rauszulassen, die sich schwer und einf&#228;ltig ins hirn einnesten und verbotene parties im kopf feiern. ganz still wurde die vernunft im hintergrund, als sie einsehen musste, dass es bereits zu sp&#228;t war, mit den gr&#228;sern im hier und jetzt mitzuhalten. man mochte sich garnicht ausmalen, was alles h&#228;tte passieren k&#246;nnen &#8211; oder noch passieren wird. spannung.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://mav.mbecker.net/2005/09/23/freitagsgedanken/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>unterschicht</title>
		<link>http://mav.mbecker.net/2005/09/17/unterschicht/</link>
		<comments>http://mav.mbecker.net/2005/09/17/unterschicht/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 17 Sep 2005 08:22:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>mav</dc:creator>
				<category><![CDATA[episches]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://mav.mbecker.net/?p=150</guid>
		<description><![CDATA[Zwei Pflastersteine, Pitt und Patt, die hatten es satt, da nur zu liegen und nichts von der Welt mitzukriegen. Sie wollten lieber fliegen, hoch hinaus, von Haus zu Haus, von Stadt zu Stadt, wollten was sehen von dieser Welt. Doch Pitt sagte: Wie sollen wir das anstellen, so ganz ohne Geld. Doch in diesem Augenblick, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Zwei Pflastersteine, Pitt und Patt, die hatten es satt, da nur zu liegen und nichts von der Welt mitzukriegen. Sie wollten lieber fliegen, hoch hinaus, von Haus zu Haus, von Stadt zu Stadt, wollten was sehen von dieser Welt. Doch Pitt sagte: Wie sollen wir das anstellen, so ganz ohne Geld. Doch in diesem Augenblick, die beiden hatten Gl&uuml;ck, latschten von hinten, so aus Richtung &#8220;Unter den Linden&#8221;, ne Truppe Demonstranten heran: Vermummte Gesichter, Mann f&uuml;r Mann. Und sie begannen mit langen Stangen, Pitt und Patt aus dem Boden zu brechen. Pitt, du musst mir versprechen, dass Du mir schreibst. So wo Du bist und wo du bleibst, damit ich immer an Dich denken kann. Na klar Patt, und irgendwann werden wir uns wieder sehen. Die Meute blieb kurz stehen, dann nahmen sie Pitt und auch den Patt, und beide freuten sich wahnsinnig auf die gro&szlig;e Stadt. Da, nun holten zwei von den Gestalten, die vorher noch Pitt und Patt gehalten, zum gro&szlig;en Wurf aus.<br />
Und sie flogen in hohem Bogen. Pitt wollte noch sagen: guck mal da, das Haus &#8211; da war&#8217;s auch schon aus. Pitt knallten mit seinem ganzen Gewicht gegen ein Auto und Patt &#8216;nem Polizisten fast ins Gesicht. Da lagen sie nun, auf ihren Kollegen, nicht weit von ihrem alten Platz, doch wie sollten sie sich dorthin bewegen. So blieben sie dort liegen. Doch der alte Traum vom Fliegen, den gaben sie nie auf. Und die Hoffnung, dass irgendwann, mal jemand kommt, um sie mitzunehmen und mehr zu sehen, die blieb bestehen.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://mav.mbecker.net/2005/09/17/unterschicht/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>morgennotizen</title>
		<link>http://mav.mbecker.net/2005/09/14/morgennotizen/</link>
		<comments>http://mav.mbecker.net/2005/09/14/morgennotizen/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 14 Sep 2005 05:57:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>mav</dc:creator>
				<category><![CDATA[episches]]></category>
		<category><![CDATA[nachgedacht]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://mav.mbecker.net/?p=144</guid>
		<description><![CDATA[Da standen sie in der Schlange, die sich mit unglaublichem Get&#246;se durch die Kleinstadt windete, und konnten nicht fassen, dass sie noch eben ganz normale Leute waren, auf der Suche nach Schokolade. Jetzt jedoch hatten sie diese seltsame schwarze Uniform an, dieses Abzeichen an der Brust. Der Weg ging durch Hinterh&#246;fe, durch riesige Theater, durch [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Da standen sie in der Schlange, die sich mit unglaublichem Get&ouml;se durch die Kleinstadt windete, und konnten nicht fassen, dass sie noch eben ganz normale Leute waren, auf der Suche nach Schokolade. Jetzt jedoch hatten sie diese seltsame schwarze Uniform an, dieses Abzeichen an der Brust. Der Weg ging durch Hinterh&ouml;fe, durch riesige Theater, durch sch&auml;bige Hotels. Die Anleitung zum dem kleinen Ger&auml;t da in der Tasche war l&auml;ngst vergilbt, und keiner konnte helfen oder erkl&auml;ren, was man damit anstellen sollte. Es trommelte ganz gewaltig, als sie in diesem langen, nicht enden wollenden Hausflur standen und sich fragten, wie sie denn das jemals finden sollten. Die Menschen waren dicht gedr&auml;ngt, wollten sie doch alle die ersten sein. Jeder wollte etwas abhaben. Keiner beachtete die beiden, als sie sich langsam auf der Rolltreppe dem Ufer n&auml;herten. Viele bekannte Gesichter waren unter denen, die voraus gingen. Irgendwie hatten sie sich &uuml;berhaupt nicht ver&auml;ndert, sahen so aus wie fr&uuml;her, als man noch ganz klein war. Verschmitzt schauten alle in die Runde, lachten sich an und begannen die gleichen Streiche von vorn. Niemand wagte es, sich ihnen in den Weg zu stellen. Dieses Rascheln, welches man vernahm, schwoll an, wurde zum Gebrummel einer ganzen Nation. Man konnte es nicht aufhalten, und das hatten sie auch gar nicht vor. Wie gel&auml;hmt starrten alle auf den Hausflur, aus dem die Gruppe der Auserw&auml;hlten heraustreten sollte. Geblendet waren sie, unwissend und doch so zielsicher. Der Wind spielte mit dem gro&szlig;en Mantel des Schweigens, der f&uuml;r einen kurzen Moment den Blick auf das freigab, was er verdecken sollte. Alle stellten sich in einer Reihe auf. Gespannt schaute man auf den da vorne, der die ganze Zeit still mit seinen Gedanken in der Ecke sa&szlig;. Dann ganz hinten &#8230; PIEP, PIEP, PIEP&#8230; der Wecker&#8230; Traum&#8230; Gedanken&#8230; Aufstehen&#8230; Mist.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://mav.mbecker.net/2005/09/14/morgennotizen/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>zwischenwelten</title>
		<link>http://mav.mbecker.net/2005/09/10/zwischenwelten/</link>
		<comments>http://mav.mbecker.net/2005/09/10/zwischenwelten/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 09 Sep 2005 22:51:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>mav</dc:creator>
				<category><![CDATA[episches]]></category>
		<category><![CDATA[nachgedacht]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://mav.mbecker.net/?p=138</guid>
		<description><![CDATA[Ich hatte um diese Uhrzeit mit niemandem mehr gerechnet und schon gar nicht mit Dir, als es an der T&#252;r klingelte. Schlaftrunken &#246;ffnete ich und war v&#246;llig &#252;berrascht. Aber auch erfreut. Der Blick, der mir da aus dem T&#252;rrahmen zugeworfen wurde, verhalf mir zur&#252;ck ins jetzt. Nat&#252;rlich war einiges anders. Viele Worte hatten wir gewechselt, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich hatte um diese Uhrzeit mit niemandem mehr gerechnet und schon gar nicht mit Dir, als es an der T&uuml;r klingelte. Schlaftrunken &ouml;ffnete ich und war v&ouml;llig &uuml;berrascht. Aber auch erfreut. Der Blick, der mir da aus dem T&uuml;rrahmen zugeworfen wurde, verhalf mir zur&uuml;ck ins jetzt. Nat&uuml;rlich war einiges anders. Viele Worte hatten wir gewechselt, Dinge besprochen, Thesen aufgestellt. Wir sa&szlig;en da, schauten uns an, und irgendwas war da. Unausgesprochen. Wir warfen uns gegenseitig Gedanken zu, untersuchten sie, verwarfen sie wieder. Inzwischen war es sp&auml;t geworden. Du sa&szlig;t neben mir, mit diesem L&auml;cheln, welches ich doch so gut kenne und diesem Blick, der mich einfach verstummen l&auml;sst. Dieser Blick, der mir all die Entscheidungen abnimmt. Es machte alles so viel einfacher. Und doch eben nicht. Es ging so schnell, dass Du wieder in dieser T&uuml;r standest, die ich Dir eben noch unwissend ge&ouml;ffnet hatte. Ich stehe am Fenster. Du bist schon lange weg und mir ist trotzdem noch, als s&auml;he ich Dich gerade die Treppen hinunter gehen, als versuchte ich Dich festzuhalten. Es wird mir nicht gelingen. Ich sehe hinab auf die leere Stra&szlig;e. Die Laternen spiegeln sich matt im Kopfsteinpflaster. Es ist so leicht, die Dinge einfach so zu lassen, wie sie sind, einfach aufzugeben. Ich k&ouml;nnte einfach gehen, das Licht ausmachen. Mir einreden, dass da nichts war, nichts sein kann. Auf der anderen Stra&szlig;enseite h&auml;lt ein Taxi, jemand steigt aus, verschwindet allein in einem Hauseingang. W&uuml;rde das etwas besser machen? Die gleichen Gedanken sind da immer und immer wieder in meinem Kopf. Ich &uuml;berlege, wie das w&auml;re, wenn es nicht w&auml;re. Wenn all das nicht ist. Ich komme zu keinem Schluss, wei&szlig; nur, dass es so sein muss &#8211; oder eben nicht sein darf. Die Minuten vergehen in Dunkelheit. Sp&auml;ter am Telefon wei&szlig; ich wieder, warum es so ist, wie es ist. Ich muss lachen, als ich Deine Stimme h&ouml;re. Die Gewissheit kehrt zur&uuml;ck, das Vertraute. Drau&szlig;en erl&ouml;schen die Stra&szlig;enlampen. Ich h&ouml;re Dir zu. Es ist wie Musik, die leise und sanft durch den Raum schwebt, ihn in ein anderes Licht taucht. Als wir auflegen, kann ich sie sehen. Als ich die Augen schlie&szlig;e, kann ich sie h&ouml;ren. Gute Nacht. Und achte auf die Musik.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://mav.mbecker.net/2005/09/10/zwischenwelten/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>b&#252;roschlaf</title>
		<link>http://mav.mbecker.net/2005/09/07/bueroschlaf/</link>
		<comments>http://mav.mbecker.net/2005/09/07/bueroschlaf/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 07 Sep 2005 09:31:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>mav</dc:creator>
				<category><![CDATA[episches]]></category>
		<category><![CDATA[nachgedacht]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://mav.mbecker.net/?p=131</guid>
		<description><![CDATA[das licht bl&#252;ht ganz hinten im schatten und hat noch nicht gelernt, was es bedeutet, wenn der gro&#223;e unbekannte mit sanfter hand ganz sacht am rocksaum der mutter zuppelt. die drei pfund butter, die wir gestern noch im k&#252;hlschrank hatten, haben sich zusammen mit den resten des magerquarks auf eine weltreise begeben. sie werden wohl [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>das licht bl&#252;ht ganz hinten im schatten und hat noch nicht gelernt, was es bedeutet, wenn der gro&#223;e unbekannte mit sanfter hand ganz sacht am rocksaum der mutter zuppelt. die drei pfund butter, die wir gestern noch im k&#252;hlschrank hatten, haben sich zusammen mit den resten des magerquarks auf eine weltreise begeben. sie werden wohl eine karte aus dem jenseits schicken, bevor sie dahin schmelzen. auf der autobahn gab es heute stau und bananen. alle haben sie gegafft und laut gerufen. nur wenige haben sich ins gras gelegt und einfach den tag tag sein lassen. die sonne genossen und auf die b&#252;cher gepfiffen, die sich links und rechts vom gro&#223;en ungl&#252;ck stapeln. die milch hat sich mit dem kaffee zu einer kampfgemeinschaft zusammengeschlossen und widersteht jeglichem versuchen, sie zur einsicht zu bewegen. fast gl&#228;sern wirkt die bem&#252;hung, mit der man die geschehnisse des tages betrachtet. sanft fliegen die gedanken hin zu gr&#252;nen deichen und picknickdecken. ausbreiten will man all das sch&#246;ne, all das entz&#252;ckende. &#8220;drei&#8221; sagt der schatten im genick, lacht kurz auf und legt sich auf das augenlicht. mittagspause.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://mav.mbecker.net/2005/09/07/bueroschlaf/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>gedankenausschnitt</title>
		<link>http://mav.mbecker.net/2005/09/03/gedankenausschnitt/</link>
		<comments>http://mav.mbecker.net/2005/09/03/gedankenausschnitt/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 03 Sep 2005 07:55:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>mav</dc:creator>
				<category><![CDATA[episches]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://mav.mbecker.net/?p=125</guid>
		<description><![CDATA[&#8220;Setz dich doch erstmal hin&#8221; sagte Irene, als ich v&#246;llig verwirrt bei ihr im Hausflur stand. Woher sollte sie auch wissen, was ich gerade durchgemacht hatte, welche unglaubliche Verzweiflung in mir war. &#8220;So, und jeztz sagst Du mir mal, warum Du mir hier mitten in der Nacht die Bude einrennst&#8221;. Ach, Irene musste man einfach [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&#8220;Setz dich doch erstmal hin&#8221; sagte Irene, als ich v&ouml;llig verwirrt bei ihr im Hausflur stand. Woher sollte sie auch wissen, was ich gerade durchgemacht hatte, welche unglaubliche Verzweiflung in mir war. &#8220;So, und jeztz sagst Du mir mal, warum Du mir hier mitten in der Nacht die Bude einrennst&#8221;. Ach, Irene musste man einfach m&ouml;gen. Jeder andere h&auml;tte mich verr&uuml;ckt erkl&auml;rt und mich wieder nach hause geschickt. Aber sie, nein. Und das obwohl sie doch wusste, was f&uuml;r komisches Zeug ich manchmal erz&auml;hle. Wo sollte ich jetzt jedoch anfangen? Es war mitten in der Nacht, ich war schwei&szlig;nass, Irene stand da in ihrem Pyjama und ich sah aus wie ein Idiot. &#8220;Nun ja, so schlimm ist das ja alles nicht&#8221;, stammelte ich los. &#8220;Ich, ich&#8230;&#8221; &#8220;Ganz ruhig&#8221;, bes&auml;nftigte mich Irene da. Und sie strich mir so z&auml;rtlich, so m&uuml;tterlich &uuml;ber die Wange, dass ich kurzzeitig gar nicht mehr an das Erlebte denken musste. Ich f&uuml;hlte mich f&uuml;r einen kleinen Augenblick sicher und geborgen. Dabei l&auml;chelte sie mich wissend und verstehend an, als wollte sie mir sagen, dass das doch alles halb so schlimm ist. Dabei hatte ich noch nichtmal richtig angefangen zu erz&auml;hlen. &#8220;Ich wei&szlig; auch nicht&#8221;, versuchte ich meine Gedanken neu zu ordnen. &#8220;Es war einfach furchtbar&#8221;, besann ich mich wieder. Sie lehnte sich zur&uuml;ck, nahm meine Hand und schaute mich wartend mit ihren gr&uuml;nen Augen an. Und es schien ganz so, als w&uuml;rde es sie wirklich interessieren, was mein krankes ego da erlebt haben soll, was denn da so &auml;u&szlig;erst schreckliches passieren soll. Ich ertappte mich dabei, wie ich leicht seufzte, war ich doch irgendwie ergriffen von diesem Anblick. Mitten in der Nacht sa&szlig;en wir da. Sie, die sich sicherlich etwas anderes vorstellen konnte, als mir, dem durchgedrehten Typen zuzuh&ouml;ren, wie er die abenteuerlichsten Geschichten erz&auml;hlt. Ein leichtes, zufriedenes L&auml;cheln legte sich auf mein Gesicht, ich fasste ihre Hand und begann zu erz&auml;hlen&#8230;</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://mav.mbecker.net/2005/09/03/gedankenausschnitt/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>2</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>nachtgebet</title>
		<link>http://mav.mbecker.net/2005/08/30/nachtgebet/</link>
		<comments>http://mav.mbecker.net/2005/08/30/nachtgebet/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 30 Aug 2005 20:40:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>mav</dc:creator>
				<category><![CDATA[episches]]></category>
		<category><![CDATA[nachgedacht]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://mav.mbecker.net/2005/08/30/nachtgebet/</guid>
		<description><![CDATA[das glas hat links und rechts zwei ecken, an denen man sich hervorragend ausruhen kann. man denkt dann ganz leicht, dass es ja so schlimm nicht sein kann, wenn hier sogar blumen bl&#252;hen k&#246;nnen. die wolken, die sich noch eben im glanz der sonne als helden gefeiert haben, m&#252;ssen nun auch einsehen, dass diese ganze [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>das glas hat links und rechts zwei ecken, an denen man sich hervorragend ausruhen kann. man denkt dann ganz leicht, dass es ja so schlimm nicht sein kann, wenn hier sogar blumen bl&#252;hen k&#246;nnen. die wolken, die sich noch eben im glanz der sonne als helden gefeiert haben, m&#252;ssen nun auch einsehen, dass diese ganze schinderei keinen sinn mehr hat und packen ihre sachen. klaus von nebenan hatte sich schon lange &#252;berlegt, einmal eine reise zu machen. seine begleiter werden sein: seine gute laune, ein paar strickstr&#252;mpfe und eine alte holzeisenbahn. ganz weit weg sind dann diese dunklen fl&#252;sse der trauer, die sanft wabernd sich unter dem gedankenge&#228;st entlang winden, um dann doch nur irgendwo zu versickern. klick, klick macht das telefon, wenn einen wieder einmal die sehnsucht anruft und man gerade nicht zuhause ist. dann stampft der &#228;rger kr&#228;ftig mit dem fu&#223; auf, zischt einen drei mal an &#8211; und kann auch nichts weiter ausrichten. das blaue licht der stehlampe verspr&#252;ht den charme einer essiggurke bei vollmond, kitzelt einen im nacken, wandert wie ein nebelschleier &#252;ber die w&#228;nde und zeigt einem die richtung an. ja, ja, schreit da die hoffnung mit letzter kraft. noch nicht, ruft das verlangen. leise h&#252;pfen die gedanken von ast zu ast, von dach zu dach, schl&#228;ngeln sich durch das offene fenster herab auf den fremden schreibtisch, verweilen einen augenblick, um dann mit froher botschaft zur&#252;ckzukehren. das blaue licht dreht sich noch einmal herum, g&#228;hnt, und schaltet sich dann selbst aus. das hirn knipst den grossen projektor an, macht alles bunt, baut eine neue welt. bis morgen. gute nacht.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://mav.mbecker.net/2005/08/30/nachtgebet/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>elfenstaub</title>
		<link>http://mav.mbecker.net/2005/08/23/elfenstaub/</link>
		<comments>http://mav.mbecker.net/2005/08/23/elfenstaub/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 23 Aug 2005 14:53:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>mav</dc:creator>
				<category><![CDATA[episches]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://mav.mbecker.net/2005/08/23/elfenstaub/</guid>
		<description><![CDATA[Feuchtigkeit der vergangenen Nacht liegt &#252;ber den Feldern. Der Wald tropft noch vom letzten Regen. Aus den T&#228;lern dampft es. Die Luft ist feucht und warm. Der Weg schl&#228;ngelt sich sanft erst an den B&#228;umen entlang, um dann steil hoch zu den ersten Felsen zu f&#252;hren. Aus den H&#246;hlen ziehen die letzten Reste von Rauch. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src='/wp-content/images/pfaffenstein.jpg' alt='pfaffenstein im nebel' class="alignleft" align="left" />Feuchtigkeit der vergangenen Nacht liegt &#252;ber den Feldern. Der Wald tropft noch vom letzten Regen. Aus den T&#228;lern dampft es. Die Luft ist feucht und warm. Der Weg schl&#228;ngelt sich sanft erst an den B&#228;umen entlang, um dann steil hoch zu den ersten Felsen zu f&#252;hren. Aus den H&#246;hlen ziehen die letzten Reste von Rauch. Offenbar &#220;berbleibsel eines Fr&#252;hst&#252;cks.</p>
<p>Der Pfad f&#252;hrt durch die nassen, triefenden W&#228;lder, die immer mal wieder den Blick auf das Umland freigeben, um den hohen Sandstein, um auf der anderen Seite in Richtung Tafelberg anzusteigen &#8211; hinein in die tief h&#228;ngenden Wolken. Der Wind frischt auf, es wird k&#252;hler auf der Haut, ganz fein scheint es in dieser Wolke zu regnen, zu rieseln. Feinste zerst&#228;ubte Wassertropfen, die man einatmet, die sich auf die Kleidung und in die Haare setzen &#8211; und auch sonst alles glitzern lassen.</p>
<p>Es geht steil durch eine Felsspalte nach oben. Das Wasser l&#228;uft in dicken Rinnsalen die Felsw&#228;nde hinab. Der komplette Berg steht in der Wolke. Oben angekommen scheint man in einer anderen Welt. Es ist traumhaft, m&#228;rchenhaft. Das Licht erscheint ganz anders durch diese Wolke, taucht den Gipfel in ungewohntes, weiches Licht. Man scheint hier oben zu schweben, kann man doch weder nach unten noch in die Ferne blicken. Gefangen, eingeschlossen im Hier und Jetzt. Allein mit der Natur, mit den Ger&#228;uschen um einen. Das leichte Pl&#228;tschern und Glucksen des abfliessenden Wassers auf den Steinen; der leichte Wind in den Wipfeln der B&#228;ume; Tiere. </p>
<p>Das alles macht Lust auf mehr, mehr Elfen, mehr Ruhe, mehr Felsen &#8211; aber auch, wenn man ehrlich ist, besseres Wetter&#8230;</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://mav.mbecker.net/2005/08/23/elfenstaub/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
	</channel>
</rss>

